Fußballstars gefährden Karriere über Pokerspiel

Borussia MönchengladbachFußballer haben im Laufe der Jahre immer wieder durch Glücksspiel auf sich aufmerksam gemacht. In letzter Zeit häufen sich aber Berichte über Fußballstars und deren Teilnahme an risikoreichen Pokerspielen. Die Vereine der Spieler sind über die negative Aufmerksamkeit verständlicherweise wenig erfreut und reagieren teils mit strengen disziplinarischen Maßnahmen.

Karriere-Stop für Riera

Albert Riera’s berüchtigtes Abenteuer beim Italienischen Verein Udinese endete für den 32-Jährigen bevor er auch nur einmal den Rasen betreten konnte. Das Team beschloss, seinen Vertrag vorzeitig wegen einer Teilnahme an einem Pokerturnier zu beenden.

Die Nachricht kam im späten November als der Verein auf seiner offiziellen Webseite folgende Nachricht veröffentlichte: „Der Vertrag mit dem Fußballer Albert Ortegea Rierea wurde mit beidseitigem Einverständnis für nichtig erklärt. Undinese Calcio wünscht ihm das Beste für seine zukünftige Karriere.“

Laut Italiens führender Sportzeitung La Gazetta dello Sport kam die Entscheidung nachdem Riera ein Spiel verpasst hatte, weil er angeblich „zu beschäftigt war, ein Pokerturnier zu Ende zu spielen.“

Es wurden Anschuldigungen gemacht, dass er an einem Match in Slowenien teilgenommen habe, währende er eigentlich mit seinen Udinese-Teamkollegen am 23. November ein Spiel gegen Chievo gehabt hätte. Riere ging aus dem Pokerturnier als Zweiter hervor und gewann 3.000 EUR.

So kam die kurze Karriere des Spaniers, der zuvor in der Premier League für Manchester City und Liverpool gespielt hatte, in Italien zu ihrem raschen Ende, als seine Liebe für das Pokerspiel seine Professionalität als Fußballer übertrumpfte. Nach seiner Entlassung genoss er den Rest seiner Zeit in Italien mit dem spanischen Stürmer Alexandre Geijo und den Italienern Nocola Belmonte und Marco David Faraoni – beim Pokern natürlich!

Kruse – Zweites Standbein Poker?

Als 26-jähriger Fußballstar hat Max Kruse hauptsächlich durch Erfolge auf sich aufmerksam gemacht. Diese Saison war er der zweit-erfolgreichste Torschütze für Borussia Mönchengladbach.

Nichtsdestotrotz wurde er letzten Monat von Jogi Löw nicht für die Nationalelf ausgewählt – eine große Enttäuschung für jeden jungen Spieler seines Kalibers. Aber anstelle zu trauern, beschloss er einen Poker-Kurzurlaub in das Rio All Suite Hotel und Casino in Las Vegas mit seinen Freunden zu unternehmen.

Und wie der Zufall will, sind diese Freunde auch noch Pokerprofis. Zusammen mit seinen Kumpels Ismael Bojang und George Danzer beschloss Kruse also den Fußball, für eine Weile zumindest, hinter sich zu lassen und sich auf den „grünen Rasen“ des Pokertisches zu konzentrieren. Bei der World Series of Poker nahm er am Event #36 teil: $1.500 No-Limit 2-7 Draw Lowball.

Man munkelt, dass Kruse des Öfteren im Internet übt, um sich auf größere Turniere mit hohem Risiko vorzubereiten. Und es scheint für ihn geklappt zu haben. Aus 241 Spielern schaffte er es bis an den letzten Tisch, wo er als Dritter mit einem Score von $36.494 ausschied.

Weniger schmeichelhaft war es dann, als Kruse letzte Woche bei der TV Total PokerStars.de Nacht erscheinen sollte, sein Club es ihm aber nicht erlaubte. Gladbach gab als Begründung an, dass es während der Saison nicht erlaubt sei und er seinen Vertrag gefährden würde, sollte er dennoch gehen.

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