WM-Hammer – Videobeweis bei Turnier in Russland

DFB Die FIFA hat beschlossen, den Videobeweis bei der WM 2018 in Russland zu verwenden. Hinzu kommen zwei weitere neue Regeln. Die neuen Regeln wirken sich signifikant auf das Spielende aus. Der Videobeweis ist heiß diskutiert und wurde von manchen Ligen bereits seit Monaten getestet. Details zur neuen Regel:

Der Videobeweis ist im FIFA-Regelwerk

Der Videobeweis ist nach einem Spitzentreffen der FIFA und DFB-Präsident Reinhard Grindel in Bogota/Kolumbien fest in die Regeln der FIFA übernommen worden. Damit gilt der Videobeweis auch für die WM 2018, die dieses Mal in Russland stattfindet. Hinter dem Videobeweis steckt ausgefeilte und teure Technik, zudem sind entsprechend geschulte Schiedsrichter inklusive Assistenz von Nöten: So stimmen die Sportexperten in die allgemeine Meinung mit ein, dass die Schiedsrichter-Teams zur Gewährleistung einer klaren Kommunikation entsprechend geschult werden. Nicht nur deshalb wird der Videobeweis kontrovers diskutiert.

Videobeweis ist umstritten

Tatsächlich ist die Übernahme des Videobeweises in die FIFA-Regeln ein Meilenstein, der für viele unerwartet kam. So wurde der Videobeweis zuvor von ein paar Ligen, beispielsweise der DFL, monatelang getestet. Dabei war die Einführung nicht nur auf Grund der vorangegangenen Einführung der Torlinienkamera fast schon abzusehen. Die internationalen Ligen anderer Sportarten setzen auf den Videobeweis bereits seit Jahren:

American Football (NFL): Umfangreiche Nutzung des Videobeweis, Anfechtung der Schiedsrichter-Entscheidung durch Head Coach eines Teams
Basketball (NBA): Videobeweis wird auch hier viel genutzt, erster Einsatz bei der Basketball WM 2010
Cricket: Aufnahme von Linienkameras und IR-Kameras
Eishockey: Fernsehaufnahmen als Videobeweis zugelassen

Insofern ist es nur eine logische Folgerung, dass der Videobeweis nun auch beim Fußball Anwendung findet. Gegner sehen darin eine negative Beeinflussung des Spiels, beispielsweise durch längere Diskussionen über eine Entscheidung. Auch finanzielle und traditionelle Bedenken werden geäußert. Befürworter sehen im Videobeweis hingegen eine transparentere Entscheidungsfindung sowie gerechte Spielverläufe.

Technik und Funktion des Videobeweises

Der Videobeweis ist tatsächlich eine Angelegenheit, die nicht gerade wenig Geld kostet. So werden nicht nur mehrere hochauflösende Kameras benötigt, sondern neben einem oder mehreren hochwertigen und großen Bildschirmen für den Schiedsrichter auf dem Platz auch noch viele weitere für die Assistenz. Teuer sind hier ebenfalls die Räumlichkeiten für die Assistenz sowie die nötige Infrastruktur. Vergessen werden dürfen auch die Schulungen nicht, welche von vorhandenem Personal geleistet werden müssen. Auf manche Vereine kommen damit nicht leicht tragbare Kosten zu. Eine Alternative wäre gewesen, den Videobeweis nach Vorbild des Eishockeys einzuführen und Fernsehkameras bzw. deren Aufnahmen beweistechnisch zuzulassen.

Einsatz des Videobeweises

Der Videobeweis wird, in seiner jetzigen Form, in verschiedenen Szenarien zum Einsatz kommen:

• Torvorbereitung: Foul, Abseits, Handspiel, …
• Elfmeter und Strafstoß
• Rote Karte
• Alle Karten bei Verwechslung eines Spielers

Zum Videobeweis: 2 weitere neue Regeln

Neben dem Videobeweis werden zur WM 2018 übrigens gleich noch zwei weitere neue Regeln eingeführt: So darf der Trainer eines Teams nun während dem Spiel über ein mobiles handliches Gerät mit seinen Assistenten kommunizieren. Der Trainer bekommt so beispielsweise einen Blick auf das Spielfeld, wie es die Fans und eben der Assistent von oben aus sehen. Die dritte Regel beschreibt die Möglichkeit, in der Verlängerung einen vierten Spieler einzuwechseln. Als ob der Videobeweis alleine nicht schon genug Spielveränderungen mit sich bringt, wird die WM 2018 damit ganz neue Wege gehen und viel Stoff für Diskussionen bieten.

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