Olic bleibt wahrscheinlich bis zum Sommer

Hamburger SVIvica Olic scheint nun doch seinen Vertrag beim Fußball-Bundesligisten Hamburger SV trotz Freigabe erfüllen zu wollen. Gegenüber der ‚Morgenpost‘ erklärte der Stürmer: „Ich bereite mich jetzt ganz normal auf die Rückrunde vor. Ich denke, ich werde beim HSV bleiben. So sieht es Stand jetzt aus.“ Eigentlich wollte der 36-Jährige die Norddeutschen verlassen, um eine Berufung in den Kader der kroatischen Nationalmannschaft für die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich nicht zu gefährden.

Unter HSV-Trainer Bruno Labbadia war Olic zuletzt nur noch Ergänzungsspieler. So kam der Stürmer in der Hinrunde nicht über neun Einsätze hinaus, in denen ihm ein Tor und eine Torvorlage gelangen. Daher hatte der Coach die Transferfreigabe erteilt, nur ein passendes Angebot gab es bisher noch nicht.

Ronny Marcos auf dem Absprung zur SpVgg Greuther Fürth

Den Verein verlassen wird dafür höchstwahrscheinlich Ronny Marcos. Der 22-jährige Linksverteidiger steht vor einem Wechsel zum Fußball-Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth. Die Norddeutschen haben entsprechende Gespräche mit den Franken am Mittwoch bestätigt. Marcos kam in dieser Saison bisher nur für die zweite Mannschaft des HSV zu Einsätzen und auch ins Wintertrainingslager nach Belek/Türkei reiste er nicht mit.

Beiersdorfer will schon bald scharze Zahlen schreiben

Nachdem es für die Spielzeit 2014/15 noch ein Rekordminus von 16,9 Millionen Euro gegeben hatte, hat HSV-Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer als Ziel vorgegeben, künftig keine roten Zahlen mehr schreiben zu wollen. „Ab der Saison 2016/17 sollten wir wieder ein ausgeglichenes Ergebnis präsentieren können“, erklärte der 52-jährige Beiersdorfer dazu gegenüber der ‚Sport Bild‘.

Doch in dieser Spielzeit wird zunächst wieder mit einem Verlust kalkuliert. Obwohl die Gehälter im vergangenen Sommer von 50 auf 45 Millionen Euro reduziert werden konnten, wird anders als bei einigen Mitspielern von Casino Club mit einem Fehlbetrag im einstelligen Millionen-Bereich gerechnet. Damit würde zum sechsten Mal in Folge eine Spielzeit mit einem Verlust (2010/11: -4,9 Millionen Euro, 2011/12: 6,6 Millionen Euro, 2012/13: 9,8 Millionen Euro, 2013/14: 6,6 Millionen Euro) enden.

Trotzdem will Beiersdorfer mit dem HSV künftig wieder an alte sportliche Erfolge anknüpfen. Um dafür an das nötige Geld zu kommen, schließt er daher nicht aus, weitere Anteile zu verkaufen. Dies könnte noch einmal bis 37,9 Millionen Euro in die Kassen fließen lassen. Bisher sind Klaus-Michael Kühne (7,5 Prozent), Helmut Bohnhorst (1,5 Prozent) sowie Alexander Margaritoff (0,75 Prozent) an dem norddeutschen Traditionsverein beteiligt.

Die Mannschaft weilt unterdessen für zehn Tage im Trainingslager in Belek/Türkei, wo sie sich auf den Rückrundenstart gegen den FC Bayern München (22. Januar) vorbereitet.

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