Drei neue FIFA-Regeln für die WM in Russland

DFB Vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland hat die FIFA drei neue Regeln eingeführt, darunter den umstrittenen Videobeweis. Die Regeln werden sich nicht nur direkt auf die Spiele auswirken, sie ziehen viel größere Kreise: So wird sich das gesamte Umfeld, beispielsweise bei den Sportwetten, verändern.

Diese Regeln ändern sich durch die FIFA 2018

  1. Videobeweis
  2. Kommunikation Trainer/Assistenz mit mobilem Gerät
  3. Vierter Spieler darf in der Verlängerung eingewechselt werden

Die meisten haben von einer der drei Regeln sicher schon gehört. Schließlich wird sie in vielen Ligen bereits seit fast einem Jahr genutzt. Abseits des Fußballs ist der Videobeweis sogar schon lange zum Standard geworden – in der NFL (Football) oder NBA (Basketball) beispielsweise. Auch bei der WM 2018 wird der Videobeweis genutzt werden. Die zweite Regel betrifft die Kommunikation zwischen dem Nationaltrainer und seinen Assistenten. Hier sind fortan mobile und handliche Geräte erlaubt. Die Kommunikation ist dabei auf die Taktik bzw. auf Inhalte zum Wohl der Spieler beschränkt. Die dritte Regeländerung betrifft das Einwechseln von Spielern. Hier ist es nun erlaubt, in der Verlängerung einen vierten Spieler einzuwechseln.

Sportwetten: Die Regeln verändern die Wettlandschaft

Online-Wettbüros müssen sich daran anpassen und die möglichen Wetten aktualisieren. Das wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Tatsächlich haben nicht alle Wettanbieter die neuen Regeln in ihrem Programm.

Ganz neue Wetten möglich

Die genannten Regeln haben, wie eingangs erklärt, nicht nur auf das Spiel selbst einen Einfluss, sondern auch auf alles, was damit zusammenhängt. Ein Feld mit großer Finanzkraft ist die Glücksspielbranche. Konkret geht es um Sportwetten. Alle drei Regeln führen zu neuen Möglichkeiten, Wetten abzuschließen. Beispielsweise kann gewettet werden, dass eine Schiedsrichterentscheidung durch einen Videobeweis korrigiert wird bzw. zu Stande kommt. Es kann auch darauf gewettet werden, dass ein vierter Spieler eingesetzt wird. Auf die Kommunikation mit der Assistenz zu wetten? Auch eine solche Spaßwette ist möglich.

Videobeweis: Die Regel mit dem größten Einfluss?

Für viele ist der Videobeweis umstritten, da er einen großen Einfluss auf den Ausgang des Spiels hat. Jedoch wird nicht alles durch den Videobeweis kontrolliert. Der Videobeweis greift nur bei den folgenden Szenarien:

• Strafstoß oder Elfmeter
• Rote Karte
• Verwechslung eines Spielers bei beliebiger Karte
• Torvorbereitung im Zusammenhang mit Foul, Handspiel, Abseits usw.

Eine sehr gute Übersicht, der auch diese Aufzählung entnommen wurde, gibt es auf der Webseite des DFB. Hier werden zudem Fragen wie „Wie lange darf die Klärung durch den Videobeweis dauern?“ oder „Welche Bilder werden beim Videobeweis genutzt?“ beantwortet. Ob der Videobeweis auf Grund der hohen Investitionskosten und der Umbaumaßnahmen in den Stadien auch in niedrigeren Ligen durchgesetzt wird, ist vom Einzelfall abhängig – manche Vereine sind dafür, andere dagegen.

Großer Einfluss der anderen Regeln

Tatsächlich sind die anderen Regeln bezüglich des Einflusses aber nicht zu vernachlässigen. Nur, weil der Videobeweis kontrovers diskutiert wird und in den Medien wie am Stammtisch einen hohen thematischen Rang einnimmt, heißt das nicht, dass er auch den größten Einfluss hat.

Ein vierter Spieler bringt Schwung in die Verlängerung

So wird das Einwechseln eines vierten Spielers so manche Verlängerung signifikant verändern, da neue Energie ins Team auf dem Feld gebracht wird. Auch die Kommunikation mit der Assistenz wird einen großen Einfluss nehmen: Der Trainer bekommt beispielsweise Screenshots und Tipps von seinem Assistenten auf der Tribüne. Von oben sieht das Spiel noch einmal ganz anders aus und taktische bzw. strategische Fehler werden offensichtlicher.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.