Borussia Dortmund hat Pflicht geschafft, aber was nun?

Borussia Dortmund So gerade eben hat es dann doch noch gereicht für die Borussia aus Dortmund. Mit einem Kraftakt und Hilfe aus Barcelona – auf die man durch eine bessere Chancenauswertung im Herbst gar nicht angewiesen hätte sein müssen – ist die Quali für das Achtelfinale in der Champions League drin. Traditionell aber warten nun die Gruppenersten auf die Mannen von Lucien Favre, und da kann dann durchaus Schicht im Schacht sein. Und das wäre verheerend für die allgemeinen Ambitionen vom BVB. Denn nach Jahren der Worte sollen nun endlich wieder Taten folgen. Allerdings scheint hier der Zug schon ein wenig abgefahren zu sein. Oder nicht?

Weiterentwicklung bleibt aus

Auch wenn man in Europa überwintern darf und ebenfalls in der Bundesliga sehr gut platziert ist, so ist die Mannschaft aktuell weder Fisch noch Fleisch. Die Zugänge, obwohl namhaft, haben sich zwar gut integriert, aber die ganz große Weiterentwicklung scheint nicht stattgefunden zu haben. Anders als beispielsweise bei der anderen Borussia aus Gladbach oder den stets solventen Leipzigern, die dieses Jahr erstmals berechtige Ansprüche auf den Titel haben. Dortmund war zwar in den letzten Jahren immer konstant gut und daher auch zu recht oben mit dabei, aber für den wirklich großen Wurf scheint es dann nicht mehr zu reichen. Woran liegt das? An sich scheint es, als gäbe es Harmonie pur im Verein und auf dem Grün. Vielleicht ist aber genau hier auch das Problem zu suchen. Denn auch wenn die Erfolge ausbleiben, so scheinen sich die Spieler und der Vorstand durchaus stets selber auf die Schulter zu klopfen ob der guten (finanziellen) Resultate. Auch der Trainer scheint mehr auf das eigene Glück zu bauen als an eine konstante Weiterentwicklung zu glauben. Dieser Ansatz passt vielleicht bei Online-Casinos aber reicht nicht für eine Bundesligamannschaft. Fußball muss sich stets entwickeln, sonst ist der Stillstand sehr schlecht für eine Mannschaft. Und wenn Stillstand herrscht, dann müssen Veränderungen her.

Neue Ausrichtung?

Bei Misserfolgen wird zumeist als erstes der Trainer entlassen, um für den vielzitierten „frischen Wind“ zu sorgen. Gewinnt der Nachfolger, so hat die Führungsriege alles richtig gemacht. Bei Niederlagen aber verpufft der gewünschte Effekt. Trainer sind daher meist also die ersten Opfer, wobei die „Schuld“ viel eher bei den Profis – immerhin meist mit Millionenverträgen ausgestattet – oder auch dem Vorstand und Manager zu suchen sind. Allerdings wird hier viel zu selten wirklich hinterfragt, was Sache ist. Allzu leicht kann man hier vorgeben zu sagen, dass der Trainer die Spieler nicht mehr erreicht. Die Spieler werden aber oft nicht nur vom Trainer, sondern auch vom Sportvorstand und dem Technischen Direktor verpflichtet. Heißt also, man sollte sich selber mal hinterfragen. In Dortmund scheint dies allerdings seit Jahren nicht mehr zu passieren, vor Allem nach den beiden Meisterschaften unter Jürgen Klopp fing es an. Ein Favre ist daher fast nur die Konsequenz vieler Jahre an Immunität gegenüber Kritik. Und solange dies in Dortmund nicht angesprochen wird, darf man davon ausgehen, dass man die kommende Runde in der Champions League genauso wenig erreichen wird wie die Tabellenspitze in der Bundesliga.

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