Ab dem 12. Juni schaut die Welt auf Brasilien

WM 2014 BrasilienZwar laufen in den nationalen Meisterschaften noch die Rückrunden, doch schon jetzt wirft das sportliche Großereignis des diesjährigen Sommers seine Schatten voraus. In knapp zweieinhalb Monaten wird am 12. Juni in São Paulo das Auftaktspiel der Brasilianer gegen Kroatien angepfiffen. Spätestens ab dann werden alle Blicke auf die Nation am Zuckerhut gerichtet sein.

Sieben Neubauten sind für den wichtigsten Titelkampf des Weltsports gebaut wurden. Der interessanteste dürfte dabei das Estádio Nacional de Brasília sein. In der brasilianischen Hauptstadt entstand auf den Grundmauern des Estádio Mané Garrincha eine hochmoderne Arena mit 70.064 Plätzen. Um diese hohe Kapazität zu erreichen, wurde der Bereich der ehemaligen Laufbahn abgesenkt, um Platz für neue Tribünen zu schaffen, die nun bis an das Spielfeld reichen. Das Highlight dürfte jedoch die Konstruktion des Daches sein, das sich auf Knopfdruck herausfahren lässt.

Ein kompletter Neubau entstand dagegen in Manaus. Vom deutschen Architekturbüro gmp geplant, entstand dort für über 200 Millionen Euro ein reines Fußballstadion, das bis zu 44.310 Zuschauern Platz bietet. Doch unbedingt spielen will dort keine der teilnehmenden Mannschaften. Dies hat aber nichts mit dem Stadion zu tun, sondern viel mehr mit der Lage. Manaus liegt im Nordwesten des Landes und ist inmitten des brasilianischen Dschungels das Tor zum größten zusammenhängenden Regenwald der Welt. Die Temperaturen treiben dort das Quecksilber am Tage bis auf die 40-Grad-Marke und die Luftfeuchtigkeit liegt üblicherweise bei 80 bis 95 Prozent. Letzteres sind auch die Gründe dafür, dass sich nicht nur der Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld kritisch zu diesem Austragungsort geäußert hat. Der deutschen Nationalmannschaft wird dieses schweißtreibende Erlebnis erspart bleiben, denn die Vorrundenspiele finden in Salvador (16. Juni gegen Portugal), Fortaleza (21. Juni gegen Ghana) und Recife (26. Juni gegen USA) statt.

Ziel der deutschen Mannschaft sollte jedoch Rio de Janeiro sein, wo am 13. Juli im legendären Maracanã das Finale der zwanzigsten Fußballweltmeisterschaft ausgetragen wird. Die altehrwürdige Spielstätte, in der bereits im Jahre 1950 knapp 200.000 Zuschauer das Finalspiel zwischen den Gastgebern und Uruguay (1:2) verfolgten, wurde komplett umgebaut. Für über 300 Millionen wurden Pressetribünen und VIP-Logen in das bestehende Stadion eingefügt, wodurch die Kapazität für internationale Spiele auf 73.531 Plätze gesunken ist. Trotzdem ist das Maracanã auch weiterhin die größte Spielstätte des Landes.

Doch egal ob die Truppe von Trainer Jogi Löw das Finale erreichen wird, wenn am 13. Juli der Anpfiff zum Finalspiel erfolgt, werden wieder über eine Milliarde Menschen am Fernseher mit dabei sein. Denn auch in ihrer zwanzigsten Auflage ist damit zu rechnen, dass die Fußball-Weltmeisterschaft wieder alle Rekorde sprengen wird.

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